Es muss besser werden

Es muss besser werden - sueddeutsche.de - Job & Karriere

Wer seinen Job wechselt, tut das in der Regel, um sich zu verbessern: Er will eine interessantere Aufgabe, ein schöneres Büro, nettere Kollegen, weniger Vorgesetzte oder mehr Geld. Wer arbeitslos ist und sich um eine neue Stelle bewirbt, will sich ebenfalls verbessern – zumindest finanziell. Das hat Björn Christensen am Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel herausgefunden. Seine Studie mit dem Titel “Die Lohnansprüche deutscher Arbeitsloser” belegt, dass Jobsuchende von einer neuen Stelle mehr Geld erwarten, als sie an ihrem letzten Arbeitsplatz verdient haben. Der so genannte Anspruchslohn, den ein Bewerber von seiner neuen, potentiellen Firma fordert, liegt bei deutschen Arbeitslosen im Durchschnitt um zehn Prozent über dem Gehalt, das sie vor ihrer Erwerbslosigkeit erzielt haben. Diese zehn Prozent sind laut Studie im internationalen Vergleich ein hoher Wert. In Großbritannien beispielsweise sei der geforderte Lohnaufschlag deutlich geringer, in Kanada oder Neuseeland würden die meisten Arbeitslosen für einen Job sogar einen Lohnverzicht in Kauf nehmen, erklärt Christensen.

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